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Welche Mediationskurse sind verläßlich?

Mediationskurse werden in einer bunten Vielfalt angeboten, es gibt einen "Meditationsmarkt", weil es Nachfrage gibt. Seriöse Kurse, die helfen, eine der christlichen Meditationsformen kennenzulernen, fallen in der "Warenpalette" nicht mehr sicher ins Auge, weil Sekten, Gurus, selbsternannte Propheten und Geschäftemacher mitmischen. Dennoch gibt es nach wie vor ernsthafte Einführungen ins christliche Meditieren. Da es keinen "Markenschutz" für christliche Meditation gibt, kann man Angebote im kirchlichem Umfeld zum Maßstab nehmen und sich anhand solcher Beobachtungen orientieren. Viele Kurse finden in kirchlichen Räumen wie Bildungshäusern, Pfarrzentren oder Klöstern statt; sie werden oft von kirchlichen Einrichtungen, Verbänden und Gemeinschaften (mit-) getragen. Ihr Preis ist erschwinglich, die Werbung sachlich-informativ, ihre Zielbeschreibung maßvoll.

Christliches Meditieren spiegelt die christliche Botschaft wieder, es ist ein Weg zur geistlichen Begegnung mit dem Gott, den wir Christen bekennen. Zu Recht wird in der Beschreibung eines seriösen Angebots hervorgehoben: "Problematisch wird jede Meditationsform dann, wenn sie den Menschen nicht für den Nächsten und die Welt öffnet, sondern zu einem Kreisen um sich selbst wird". Wird dieser Grundsatz beachtet, können westliche wie östliche Formen der Meditation zu einem wesentlichen geistlichen Element unseres Christseins im Alltag werden. Für jeden Christen sind kleinere oder größere Zeiten wichtig, in denen man sich sammelt und in Gottes Nähe seinen Weg neu findet. Doch der Mensch bleibt, was er ist: Geschöpf Gottes. Die Weise, in der sich der Mensch Gott nahen kann, beruht deshalb nicht auf einer Technik im eigendlichen Sinn. Begegnung mit Gott ist nicht "machbar", sie ist immer Geschenk Gottes.

Wenn Sie zu Glaubens- und geistlichen Problemen Fragen haben, können Sie P. Dietmar jederzeit schreiben. Handelt es sich um Fragen von allgemeinem Interesse, wird P. Dietmar sie in der SonntagsZeitung beantworten.

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