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Er (Christus) selbst also erklärte es und sprach über das Brot: "Das ist mein Leib" - wer wird da noch wagen zu zweifeln? Er selbst hat es versichert und gesagt: "Das ist mein Blut" - wer wird da noch Bedenken haben und sagen, es sei nicht sein Blut? ...Beurteile diese Sache nicht nach dem Geschmack! sei vom Glauben her fest überzeugt, dass du des Leibes und Blutes Christi gewürdigt worden bist.

Cyrill von Jerusalem


Eucharistie

Die voranstehende Stelle aus der vierten Katechese des Kirchenvaters Cyrill ist gleichsam die Antwort auf einen Leserbrief, in dem über den schwindenden Glauben an die Gegenwart Christi in der Eucharistie geklagt wird. Die Briefschreiberin meint, es sei an der Zeit, durch lehramtliche Aussagen diesen Glauben zu festigen. Es gibt jedoch keinen Nachholbedarf, weil seit der Zeit der frühen Kirche bis in die Gegenwart zahlreiche Glaubenszeugnisse und klare Darlegungen formuliert wurden. Wichtiger scheint mir, dass diese auch zur Kenntnis genommen werden.

Cyrill von Jerusalem bezieht sich ausdrücklich auf das Zeugnis des Apostels Paulus in 1 Kor 11,23-25 und auf die Einsetzungsberichte der ersten drei Evangelien. Liest man diese Stellen parallel, fallen Unterschiede in der Formulierung und in Details auf. Daraus, wie der bekannte Autor Jörg Zink, den Schluss zu ziehen: "Niemand weiß, wie Jesus dieses Wort gemeint hat", ist verfehlt. Die Evangelisten greifen die vorhandene Überlieferung auf und gestalten sie: Aber nirgends klingt an, dass sie unsicher wären, welche Bedeutung die Stiftung Jesu hat. Wer Joh 6,51 ff hinzunimmt, findet dort eine Darlegung, die auf ihre Weise die Gabe der Eucharistie gegenüber Missverständnissen absichert, ihren Sinn zusammenfasst und für das geistliche Leben der Gläubigen deutet. Auf dieser sicheren Grundlage bauten die Kirchenväter, insbesondere Cyrill auf. Sie rufen den Glauben der apostolischen Zeit getreu in Erinnerung, sie bereichern das gläubige Verständnis der von Christus geschenkten kostbaren Gabe für ihre Zeit, sie deuten die Eucharistie in das spirituelle Leben der Gläubigen hinein. Cyrill stellt dabei den Aspekt der Gemeinschaft mit Christus in den Mittelpunkt. Diese von Christus gewirkte und durchwirkte Gemeinschaft der Glaubenden hat Signalwirkung: Sie bezeugt die wandelnde und heilende Kraft der sakramentalen Begegnung mit Christus. Selbstverständlich ist diese gläubige Annäherung an die Eucharistie nicht. Die Hl. Schrift und die Tradition geben uns Antwort auf die Frage nach der Bedeutung dieses Sakraments und nach dem "Warum", sie stellen deutende Bezüge zu alttestamentlichen wie neutestamentlichen Glaubenserfahrungen her. Die Frage nach dem "Wie" muss letztlich offen bleiben, handelt es sich doch um ein Geschehen, das der Hl. Geist wirkt. Hier bewährt sich Glauben als Vertrauen in Wort und Handeln Jesu, gerade dann, wenn sich Auge, Mund und Hände über das Empfangene täuschen (vgl. Thomas von Aquin, Gotteslob Nr. 546,2), d. h. das Wesentliche nicht erfassen können. Aus dem gleichen Grund ist es unmöglich, die Glaubenstatsache der Gegenwart Christi in der Eucharistie mit naturwissenschaftlichen Mitteln zu beweisen. Die Briefschreiberin stellt Überlegungen in diese Richtung an, denen ich in jeder Hinsicht widersprechen muss. Der Glauben an die Gegenwart Christi in der Eucharistie und die Begegnung mit ihm ist im Katholischen Erwachsenenkatechismus der Deutschen Bischöfe sehr gelungen zusammengefasst. Vielleicht noch wichtiger ist eine Annäherung im Weg der Betrachtung und des Gebetes. Gute Anknüpfungspunkte dazu wären die angesprochenen Stellen der Hl. Schrift, das betrachtende Nachdenken über die Gaben- bzw. Schlussgebete der Messfeier oder die Eucharistische Andacht im Gotteslob Nr. 779.                                                                                 

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